Plakadiva 2022

PlakaDiva Magazin 2022 11 „Die Zukunft wird von einem Trend bestimmt werden, der schon seit geraumer Zeit zu beobachten ist: Die Gesellschaft driftet auseinander. Es bilden sich Gruppen undGrüppchen, die nur noch ihre Partikularinteressen verfolgen: Querdenker, wütende Feministinnen, alteweißeMänner, zornige Klimaaktivisten, profitorientierte Unternehmen. Der Grundkonsens, der so lange unsere Gesellschaft und unseren Wohlstand getragen hat, bröckelt bedrohlich. Jetzt braucht es Kräfte, die den Zusammenhalt wieder fördern. Und da kommt OOH ins Spiel: Das letzte nicht fragmentierteMassenmedium hat die einzigartige Chance, Botschaften zu vermitteln, die die Gesellschaft als Ganzes erreichen und positiv beeinflussen können. Mit Kampagnen, die den Zusammenhalt wiederbeleben, für Verständnis und Toleranz werben und dieWerte hochhalten, die uns gemeinsamwichtig sind.“ Hartwig Keuntje, Philipp und Keuntje FOTO: PHILIPP UND KEUNTJE „Die Entwicklungsprognose im BereichOOHwird niemanden überraschen: DOOH ist nicht nur hier, umzu bleiben, sondernwird die Zukunft der Outdoor-Medien weiterhinmaßgebend prägen. In unsicheren Zeitenwie diesen genießenMarken zudemdie Möglichkeiten, kurzfristig zu agieren, was DOOHweitere Attraktivitätspunkte in der Planung zukommen lässt. Bei all der Digitalisierung gilt es jedoch eines nicht zu vergessen: Eine starke Idee bildet nachwie vor das A und 0 jeder Kampagne, die allerdings nichtmehr nur im ,One-to-Many-Medium‘ lebt, sondern sichmehr undmehr im digitalen, personalisierbaren Kontext bewegt.“ Sascha Klein, Nestlé Deutschland FOTO: NESTLÉ DEUTSCHLAND „Die künftige Entwicklung der Außenwerbung sehe ich positiv. Sie bleibt ein unverzichtbares Element der gewerblichen Kommunikation und ist als einzigesMassenmedium in der Lage, sehr schnell große Reichweiten zu erzielen. In Verbindungmit digitalenWerbeträgern, die zunehmend den öffentlichen Raumerobern, ergeben sich faszinierendeMöglichkeiten. KeinWunder, dass derMarktanteil steigt!“ Thomas Ruhfus, Fachverband Aussenwerbung FOTO: FAW „Eine starkeWeiterentwicklung sehenwir vor allem in den Bereichen der Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Bereits jetzt schaffenmoderne Technologien undMaterialien beste Voraussetzungen für ein langfristig nachhaltiges OOH, beispielsweise durch die zunehmende Begrünung vonWartehallen und Litfaßsäulen oder auch die Produktion von umweltfreundlichen Plakatenmit integriertemLuftfilter, recyceltenMaterialien und vielemmehr.“ Jens Platzhoff, it works FOTO: IT WORKS Ralf Stoffel, Kinetic Germany FOTO: KINETIC GERMANY DasMediumsteht bei der Digitalisierung erst amAnfang und besitzt hier ein nahezu disruptives Innovationspotenzial. Außerdem ist es wie geschaffen für die Veränderungen imKonsumentenverhalten: ImmermehrMenschen sind unterwegs undwerden künftig nur noch durchOOH undMobile erreicht werden. Ich schätze, dass OOHdeshalb schon bald einenMarktanteil von deutlich über 15 Prozent erzielen wird.“ Udo Schendel, Weischer.JvB FOTO: EVA NAPP „Es gibt keinMedium, welches so alt ist wie die Außenwerbung und welches sich über 4.000 Jahre – die erstenWerbetafelnwurden bereits imalten Ägypten eingesetzt – kontinuierlichweiterentwickelt hat: heute ein Chamäleon, was den kreativen Einsatz anbelangt, in Kombinationmit einer extremen zeitlichen und räumlichen Flexibilität und dem Brückenschlag in diemobile, digitaleWelt. Da es immer schwierigerwird, relevante und bezahlbare Reichweiten über konkurrierendeMedien zu realisieren, wirdOOH-Werbung imMediamix zukünftig eherwichtiger.“ Christof Baron, Independent Media Consultant FOTO: MEDIA FOR EXCELLENCEF „Wie wird sich OOH künftig entwickeln?“ „Die voranschreitende Digitalisierung der Außenwerbung wird esWerbetreibenden zunehmend ermöglichen, ihre Botschaften datenbasiert genau dort auszuspielen, wo sie ihre größteWirkung entfalten. Durch die große Flexibilität bei den Vorlaufzeiten und derMöglichkeit zur kurzfristigenOptimierung rücken digitaleOOH-Medienmehr in den Fokus. In Real-Timewerden dieseOOH-Aktivitäten somit deutlich datenbasierter geplant, umwirksameMarkenerlebnisse für diemobile Zielgruppe zu schaffen.“

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