Plakadiva 2022

10 PlakaDiva Magazin 2022 „Für OOH geht es aktuell vor allemdarum, das digital getriebeneWachstumzu steuern undmessbar zumachen. Es braucht verlässliche Leistungswerte und Strukturen, die den Werbungtreibenden die Stärken desMediums aufzeigen.Wenn dies zeitnah gelingt, etwa durch eine enge Zusammenarbeit zwischen demFAWund IDOOH, muss die Außenwerbung imJahr 2022 den Vergleichmit anderen (digitalen) Gattungen sicherlich nichtmehr scheuen.“ Katrin Ansorge, Horizont FOTO: PRIVAT „Natürlich befindet sich auch diesesMedium imWandel. Die Digitalisierung stellt neueMöglichkeiten bereit undmodernisiert die Gattung enorm. Dennoch gibt es weiterhin viele Herausforderungen. Von einheitlichen und validen Leistungswerten gerade im DOOHBereich bis hin zuQualitätsthemen bei der klassischen Plakatfläche oder AmbientWerbung. Neue Vermarkter aus demTV, Online oder Printbereich steigen in denMarkt ein und befeuern denWettbewerb. Corona hat viele Touchpoints gefühlt „lahmgelegt“: Bürogebäude, Flughäfen etc. Und natürlich die Kreation – leider allzu oft zu schlecht, umdasMediumwirklich zu nutzen. ImDOOHBereich haben sicherlich die Spezialagenturen gegenüber denMediaagenturen und Ihren Programmatic Units das Nachsehen.“ Esther Busch, Mediaplus Köln FOTO: MEDIAPLUS „Innerhalb der individuellen Customer Journey erreicht (D) OOH als eines der letzten verbliebenen Reichweiten- und Branding-Medien die Konsumenten genau dort, wo sich auch aufhalten. Durch die zunehmende Digitalisierung derWerbeträger schafft insbesondere DOOH eine deutlich höhere Flexibilität imPlanungsprozess, sowie eine zielgruppengenauere Aussteuerung. Das birgt sehr hohes Potenzial, jedochmit Einschränkungen: So habenwir dieseMöglichkeiten oft nur in den Top-10-Städten, die jedoch gerade für Regionalkunden wenig relevant und auch budgetär oft nicht imRahmen sind. Hierwären kleinere, regionale und digitaleWerbeträger/Netze von Vorteil undwünschenswert.“ Evelyn Lüttgens, pilot FOTO: ROBERT LINDEMANN „Eine große Herausforderung wird sein, inNachhaltigkeit und Verantwortung zu investieren. Großflächenplakate enden bislang als Sondermüll, begrünte CLP-Häuschenwerden zwar gefeiert, sind in der Öffentlichkeit aber kaumzu finden. Gleichzeitig sollteOOHdaran arbeiten, sich alsMediummit einem festen Platz für gesellschaftlich relevante Botschaften zu positionieren. Warumbieten Vermarkter nicht grundsätzlich ein Viertel ihrer Flächen für Botschaften sozialer Einrichtungen an?Damit könnte dasMediumauch bei Shareholdern punkten, die bislangOOH eher skeptisch gegenüberstanden oder gar ein Aus für das Plakat in den Städten fordern.“ Helmut van Rinsum, Journalist FOTO: PRIVAT „Da gibt es jedeMenge. Die Pandemie führt aktuell dazu, dass Menschen einen eingeschränkten Bewegungsradius haben, und unserMediennutzungsverhalten hat sichmassiv geändert: Je mehrwirmit unseren Smartscreens verbunden sind, desto wenigerwichtigwerden Einflüsse umuns herum. Hinzu kommen kurze Expositionszeiten, Limitierung der Botschaften und schnelle Abnutzung, wenn ich jeden Tag das Gleiche sehe, wo ich doch sonst unterschiedliche Einflüsse gewohnt bin. Und letztendlich hohe Streuverluste, da es unwahrscheinlich ist, dass nur eine ganz bestimmte Zielgruppe an dieser einen Plakatwand vorbeifährt und die für sie zugeschnittene Botschaft entdeckt.“ Diana Sukopp, Lemon Group &DDB Germany FOTO: DDB GERMANY „Die starkwachsendenMöglichkeiten von Programmatic Digital Out-of-Home sindChance und Herausforderung zugleich. Auf der einen Seite ergeben sich flexiblere und kurzfristigereWerbemöglichkeiten. Auf der anderen Seite verlangt derMarkt nach einer einheitlichen und intramedial übergreifendenWährung, die bisher nicht existiert. Zudem sollte Programmatic DOOHnicht als Selbstzweck gesehenwerden, sondern je nach Kampagnenziel wohlüberlegt und sorgfältig geprüft zumEinsatz kommen.“ HolgerWalsch, planus media FOTO: PLANUS MEDIA „Was sind aktuell die größten Herausforderungen für OOH?“

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